März 14, 2017

Noch mehr Birnen Content - Carpaccio aus Birnen und Gorgonzola mit Honig




Unglaublich, wie viele Fans der Herr von Ribbeck hat! So viele Rückmeldungen gab es zum letzten Post - das Gedicht haben ja offensichtlich ganz viele von Euch verinnerlicht! Ich bin wohl nicht die Einzige, die bei "Birne" gleich den Ribbeck als Ohrwurm hat. Und da ich ganz sicher nicht die Einzige bin, die Birnen mag, geht es hier gleich mit noch mehr Birnen-Content weiter. Schon wieder Birnen mit Käse, ganz unschlagbare Kombi bei uns. Heute einmal mit Gorgonzola. Und Honig. Als Carpaccio.

Februar 22, 2017

Der Herr von Ribbeck und seine Ziegen
❤︎
Tagliatelle mit Ziegenkäse und Birnen





Eigentlich hat dieser Post rein gar nichts mit dem Herrn Ribbeck auf Ribbeck im Havelland zu tun, aber ich konnte einfach nicht widerstehen! Sobald ich an Birnen auch nur denke, geschweige sie esse, muß ich sofort an den lieben Herrn Ribbeck denken. Ihr kennt ihn ja wahrscheinlich, oder? Der aus der Ballade von Theodor Fontane? Aber wie gesagt, eigentlich geht es hier um etwas ganz anderes. Nämlich um ein ganz schrecklich leckeres Essen.

Vor ein paar Tagen waren wir mit unseren Ziegen Töchtern essen, in einem sehr netten Steakhaus. Und während der Rest der Familie sich mit den zugegebenermaßen ausgezeichneten Steaks vergnügte, fühlten sich unsere Kleinste und ich eher ein bißchen vegetarisch den Abend. Und entschieden uns für Pasta.

Januar 31, 2017

Wenn sich das Leben ganz kalt und fröstelig anfühlt. Über die letzten Monate hier so. Und ein feines Porridge-Rezept.




Hier war es still. So still. Der letzte Post war vom September, unglaublich. Nicht nur, weil die Zeit wieder so knapp war. So viel zu tun in zu wenig Zeit, so viel Leben 1.0 - das ist ja sowieso der Normalzustand hier bei uns im Applewood House. Den letzte Post vom September, den gab es auch nur, weil der ein Teil einer Kooperation war. Und da lässt man die Partner ja nicht hängen und mobilisiert dann doch irgendwie alle Kräfte.

Ende August traf uns ganz plötzlich der Tod einer sehr nahen Verwandten. Zwar nicht mehr so der ganz junge Hüpfer, aber voller Leben, voller Pläne und für uns sehr wichtig. Die kleine Schwester meines schon lange verstorbenen Vaters, die letzte aus der Riege seiner Geschwister und ein ganz besonderer Mensch. Glaubt mir, wenn ihr sie gekannt hättet, Ihr hättet sie geliebt. Eine kleine, zarte Person voller Energie, guter Laune und immer auf zack. Sie hat in ihrem Leben so ziemlich die ganze Welt bereist, sich für Menschen und Kulturen interessiert wie kaum ein anderer Mensch, den ich kenne und auf ihren Reisen Fotos geschossen, die so manche Geo-Ausgabe in den Schatten stellen würden.

Wir vermissen sie so sehr. Die Lebensfreude, die sie versprühte, Unterhaltungen mit ihr über Gott und die Welt, immer bestens informiert, mit messerscharfem Verstand und der Weisheit eines langen, gelebten Lebens. Noch mit achtzig Jahren schaukelte sie mit den Kindern auf dem Spielplatz um die Wette, aß in Restaurants vorzugsweise Dinge, die sie noch nicht kannte um die mal auszuprobieren und digitalisierte ihre Dias für ihr iPad. Weltoffen, tolerant und nie verurteilend. So möchte man selbst im Alter sein.

Ich hatte schon früher mit dem Tod zu tun. Habe meinen Vater und eine meiner Schwestern viel zu früh verloren und sehr um sie getrauert. Tue es immer noch. Doch diesmal ist es irgendwie anders. Diesmal muß ich einen Haushalt auflösen. Das fällt mir so unsäglich schwer. Es fühlt sich an, als wenn man ein Leben entsorgt. Bilder, Reiseandenken, Bücher - Spuren eines Lebens. Nicht nur des Lebens meiner Tante, auch viele Spuren, die meine Großeltern im gemeinsamen Haus hinterlassen haben. Oft halte ich etwas in den Händen und kann mich gar nicht wieder losreissen, zu sehr hänge ich dann ganz sentimental an Erinnerungen und verliere mich im Gestern. Nie zuvor war mir bewußt, wie sich das Rad der Zeit immer weiter dreht, unaufhaltsam, immer weiter. Alte Bilder. Meine Großeltern als junges Ehepaar. Mein Vater und seine Geschwister als Kinder. So süß und noch das ganze Leben vor sich. Und jetzt ist es an mir, das zu Bewahren. Manchmal ist mir, als wäre ich erst jetzt richtig erwachsen geworden.



Die letzten Monate habe ich mir sehr viel Zeit zum Nachdenken genommen. Ein paar kleine Auszeiten gegönnt, ein paar Prioritäten gerade gerückt und einige Vorsätze für die Zukunft gefasst. Meine Haare kurzgeschnitten. Einen unglaublich schönen und erholsamen Urlaub mit meiner Familie verbracht, den ich wirklich ganz bitter nötig hatte (muß wohl tatsächlich so sein, wenn einen nach der Rückkehr sehr viele Menschen ansprechen, man sehe so richtig erholt aus).

Und jetzt sehe ich nach vorne. Nachdem ich die letzten Monate einfach keine Lust hatte, eine Kamera anzufassen und mich allein der Gedanke, etwas zu schreiben geradezu lähmte, bin ich wieder da. Ein bisschen anders, noch ein bisschen angespannt, aber es wird wieder.


Und mitgebracht habe ich Euch auch etwas. Nichts Weltbewegendes, nichts wirklich Neues und auch nichts Hippes, Cooles oder Superfoodiges. Einfach ein kleiner Seelentröster. Porridge. Schlicht und einfach. Gibt ein wohlig warmes Gefühl im Bauch und in der Seele. Und Kraft außerdem.

Für 4 Portionen:

2 Tassen kernige Haferflocken
8 Tassen Milch
etwas Zucker oder zum Beispiel Agavendicksaft
frisches Obst nach Belieben (ich nehme am liebsten Blaubeeren)

Die Haferflocken und die Milch zusammen aufkochen und anschliessend in einem geschlossenen Topf mindestens 10 Minuten ziehen lassen. Nach Geschmack süßen und mit dem frischen Obst anrichten.



Ich sagte es ja, ganz einfach, nicht spektakulär. Und gerade deshalb genau richtig. Wenn das Leben sich ganz kalt und fröstelig anfühlt, muß Wärme rein. Und dabei hilft ein gutes Essen, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Zeit mit lieben Menschen verbringen. Achtsam mit sich selbst umgehen. Dann wird auch bald wieder Frühling.


Ist Euch eigentlich schon aufgefallen, dass Applewood House ein neues Kleidchen anhat? Mir gefällt es sehr gut, ich hoffe, Euch auch!

Ich wünsche Euch noch einen wunderschönen Tag! Bis ganz bald dann wieder öfters hier!


Liebe Grüße,

Eure Isabelle

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